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Gemeindeleben

Gemeindeleben in Corona-Zeiten

Wie lebt Gemeinde eigentlich in diesen Zeiten?

Das ist eine berechtigte Frage. So haben wir uns viele Gedanken gemacht, auf welche Weise wir verbunden bleiben können.

Was können wir als Hauptamtliche zur Zeit tun?

  1. Briefe zu Geburtstagen 80, 85, und ab 90 Jahren.
  2. Telefonieren - Rufen Sie uns an, wenn sie ein Gespräch wünschen... wir melden uns zurück.
  3. Video-Konferenzen mit den Kollegen in der Region und im Team
  4. Freitags um  18.00 Uhr findet eine Abendandacht und mittwochs um 8,00 Uhr findet eine Morgenandacht in der Kirche statt.
  5. Ab dem 10. Mai treffen wir uns wieder in der Kirche zu einem Gottesdienst.  Himmelfahrt feiern wir Gottesdienst im Pfarrgarten.
  6. Wir pflegen die Internetseite, den Gemeindebrief und erstellen einen neuen digitalen "Kirchenboten". Wenn Sie diesen erhalten möchten, melden Sie sich bei uns mit Ihrer Mail-Adresse.
  7. Wir planen die kommenden Ereignisse und Möglichkeiten, musiklalische Ereignisse
  8. Alle Gemeindegruppen (von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Chören) fallen leider bis auf Widerruf aus.

Abstandsregelungen

Gottesdienst - siehe Bild und per Klick auf das Bild können Sie es lesen!

Taufen - sind zur Zeit nicht in Gottesdiensten und nur mit Mundschutz möglich. wir empfehlen einen späteren Zeitpunkt

Konfirmation wird voraussichtlich am 29. August 2020 in Diedrichshagen stattfinden, eventuell ohne Handauflegung

Trauung nur im kleinen Kreis, so die Kirchen es erlauben ohne Handauflegung beim Segen

Beerdigungen - in Grevesmühlen/ Friedhofskapelle, 10 Menschen in der Kapelle - unter freiem Himmel bis zu 50 mit Abstand

Seelsorge-Gespräche sind im Einzelfall möglich - nach Absprache mit der Pastorin, reguläre Besuche entfallen zur Zeit.

Weiteres entnehmen Sie bitte aus den Handlungsempfehlungen der Nordkirche

„Wie Steine an Ostern zu Hoffnungszeichen werden“

Steine sind meine neuen Weggefährten. Wenn jeder einzelne von meinem kleinen Sohn kommentiert wird mit „Stei!“, werde ich darauf aufmerksam gemacht. Wir tauschen gerne Steine -bitte, danke. Letztens haben wir auch einen bemalt. Ein Krokodil wurde daraus. Ich sage seitdem: „Guuut festhalten, Gustav, das Krokodil ist schweeer.“

Steine sind hart, kalt und oft schwer. Eigentlich ein schönes Symbol für das, was bedrückt und belastet – das Leben schwer macht. Fällt ein Stein vom Herzen, sind wir erleichtert.

Nun gibt es eine Mitmach-aktion zu Ostern in der Nordkirche. Es geht darum, Steine zu bemalen und an Wegesränder oder Plätze zu legen, um Menschen einen Hoffnungsschimmer zu geben, einen kleinen bunten, den sie mit nach Hause tragen – oder eben für einen neuen Finder oder eine neue Finderin erneut verstecken können. Unter dem Hashtag #stärkeralsdertod können sich die Menschen auch digital, in den sozialen Netzwerken, miteinander verbinden und ein Bild ihres Steins teilen oder verfolgen, ob der eigene Stein gefunden wurde.

Beim malen lässt sich gut sinnieren. Vielleicht ja auch darüber, was uns bedrückt und schwer macht. Besonders ein Thema für die bevorstehende Karwoche, in der wir den Leidensweg und das Sterben Jesu bedenken sollen. Er trug ein schweres Los – wie würde wohl sein „Hoffnungsstein“ aussehen? Beim malen können wir auch für uns überlegen: Will ich das, was mich bedrückt, übermalen, bunt machen, vielleicht in eine frohe Botschaft für andere verwandeln? Ich könnte den Stein auch ganz schwarz anmalen oder drauf schreiben: „Ich habe Angst davor, was die Krise mit uns macht“ und ihn dann wegwerfen, je weiter, desto besser. Eine schöne Aufgabe - für mich.

Doch immer wieder denke ich es gibt ja so viele Steine, die sehr schön sind so, wie sie sind. Mit ihren Farben und Mustern. Nicht alle meine Lasten will ich los werden. Es sind doch meine und sie gehören zu mir, machen mich zu der Person, die ich bin und zu dem, was ich bin – Mensch allein.

Manche Last kann ich stapeln oder damit um mich werfen. Nicht unbedingt zur Freude meiner Mitmenschen. Manche Last aber kann ich auch tragen, an mich nehmen. Stein auch mal Stein sein lassen, mich drauf stellen und so vielleicht dem Himmel ein Stück näher kommen.

So trage ich Last, doch gibt es auch Hoffnung und die wiederum trägt mich. Bei der Steine-bemal-aktion wird geteilte Hoffnung vielfältige Zuversicht, bunt und leuchtend – ein Zeichen der Verbundenheit. Vielleicht haben Sie ja Lust bekommen mitzumachen. Anregungen und Infos zu der Aktion finden Sie hier.

Ich wünsche Ihnen für die bevorstehende Zeit die rechte Portion Kreativität und Ausdauer.

Bleiben Sie behütet,

Ihre Sophie Poland