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 Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere, heißt es  in einer Alltagsweisheit. Ob sich diese Weisheit für alle erfüllt, weiß ich nicht zu beantworten. Aber – dass sich im Advent wieder eine Tür zum neuen Kirchenjahr öffnet, leben und feiern wir ganz bewusst. Und viele Traditionen und Bräuche haben sich daraus ergeben. Sie alle erzählen von der Freude, dass  die Hoffnung auf friedliches, erfülltes und heilvolles Leben wieder einen Grund hat, auch wenn die Gegenwart oft anderes erzählt. Es ist die Freude über das nicht mit dem Verstand zu begreifende Ereignis, dass Gott in dieser Welt lebendig wird in einem verletzlichen Kind. Er die Nähe zu uns sucht und  die Botschaft von der Liebe begreifbar werden lässt. Und wo Hoffnung ist, wird es heller und öffnen sich Türen. Zum ökumenischen Adventsmarkt z.B., der zugleich auch die Eröffnung des Weihnachtsmarktes der Stadt sein wird und seine Spende weiter gibt an die Grevesmühlener Tafel – zur Hoffnung für andere. Die Adventskalendertürchen, die sich in vielen Häusern auftun, sollen das aufgeregte Warten auf Heilig Abend versüßen und bereichern. Und so manch lebendiger Adventskalender wie auch in unserer Stadt lebt von dem Öffnen der Türen zur Freude und zum Geschenk füreinander. So mag sich auch bei einem jeden von uns eine Tür öffnen, die es ermöglicht und erfahrbar macht, was es mit dem weihnachtlichen Geheimnis auf sich hat. Vielleicht, weil ich etwas zu geben habe oder weil ich etwas empfange. Vielleicht der Trost, den ich brauche, weil ich etwas verloren habe und sich damit eine Tür in meinem Leben schloss. Und gerade darum lasst uns singen und leben: „Macht hoch die Tür“

Pastorin Maria Harder