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Posaunenchor in Dresden

07.07.2016 | Ein Bericht von Christoph Kleinfeldt

Luft nach oben

Serenade am Königsufer
Der Posaunenchor im Dynamo-Stadion Dresden

…gaben wir auf dem zweiten Deutschen Evangelischen Posaunentag (DEPT) in Dresden! Unter diesem Motto stand das große Bläsertreffen. Vom 3. bis zum 5. Juni waren wir als Grevesmühlener Posaunenchor mit Bläsern aus Wismar und Umgebung und über 20.000 anderen Beteiligten aus ganz Deutschland mit dabei. Auch aus fernen Ländern, wie Malaysia und Kanada, zog es Blechbläser in die Elbmetropole zum mit Abstand größten Posaunenchortreffen der Welt. Dementsprechend erlebten wir drei wundervolle Tage in der Gemeinschaft mit vielen gleichgesinnten Laienmusikern und mit herrlichen vollen Posaunenklängen zum Lob Gottes. Auf dieses Ereignis haben wir fast acht Jahre gewartet, nachdem der erste gesamtdeutsche Posaunentag in Leipzig 2008 unsere Begeisterung geweckt hatte.
Nach langer Vorbereitung der Veranstalter und der beteiligten Bläser konnten wir am ersten Juniwochenende ein reichhaltiges Programm in der sächsischen Hauptstadt mit vielen anderen Bläsern genießen und mitgestalten. Über diese drei Tage waren an vielen Ecken der Innenstadt geplante und spontane Platzkonzerte von Chören zu hören, umrahmt von den großen Massenveranstaltungen mit allen Bläsern.
Den musikalischen Höhepunkt des Posaunentages bildete die Serenade am 04. Juni auf dem Königsufer an der Elbe. Mit einer stimmungsvollen Aussicht auf die historische Kulisse der Dresdener Altstadt beim Sonnenuntergang spielten die in drei Chöre aufgeteilten Bläserscharen einander die seit Monaten einstudierten Stücke zu. Ein wirkliches Gänsehautgefühl löste da dieser monumentale Klang und der Anblick des zu einem „Flächengold“ verschwimmenden Glänzen der Instrumente aus, wenn aus tausenden Trompeten, Posaunen und Hörnern Händels Feuerwerksmusik erklingt und man mittendrin steht. Zum Glück hatten wir nicht den gleichen Effekt, wie die Posaunen von Jericho!
Der Abschlussgottesdienst, bei dem der weltgrößte Posaunenchor das Dresdener Dynamo-Stadion füllte, war auch übers Fernsehen mit zu verfolgen, auch wenn Kameras die Stimmung kaum einfangen konnten, die dort herrschte. Sie wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, wenn wir wieder einmal die Stücke vom Posaunentag anstimmen. Auch wenn wir viele Gottesdienste oder Gemeindefeste nur in unserer „kleinen“ Besetzung begleiten, haben wir doch im Hinterkopf, dass es von uns noch ganz viele gibt.
Bis zum nächsten großen Posaunentag müssen wir wohl wieder ein paar Jahre warten. Die kleine Fortsetzung gibt es aber schon im kommenden Jahr: Mit dem 500. Reformationsjubiläum als Anlass, wird der Abschlussgottesdienst des Kirchentages in Wittenberg von mehreren tausenden Bläsern mitgestaltet… und vielleicht auch von uns!

Christoph Kleinfeldt